Mittwoch, 31. Mai 2017

Eton – das Internat, was sich immer neu erfindet

1440 gegr├╝ndet – damit geh├Ârt Eton zu den ├Ąltesten Internaten auf der Insel. Es geh├Ârt zu den ber├╝hmtesten, hat es doch eine gro├če Anzahl von Premierministern, Ministern und bekannte Theater- und Filmschauspielern hervorgebracht. Und es ist das begehrteste Internat f├╝r Jungen in England.

Und wenn man nicht viele Hektar, Name oder Titel mitbringt, hat man keine Chance auf einen der begehrten Pl├Ątze. Das galt bis vor kurzem. Doch die Dinge haben sich radikal ge├Ąndert. 

Zum Entsetzen der Old Etonians reicht die Anmeldung anl├Ąsslich der Geburt des Sohnes nicht mehr. Jeder Bewerber muss einen Leistungstest bestehen und sich messen lassen an anderen cleveren Jungen. Nur die besten werden genommen.

Hektar, Name oder Titel sind auf einmal nicht mehr wichtig, es z├Ąhlen Leistungen, eigene Pers├Ânlichkeit und Erfolgswillen. Der Aufnahmetest findet jetzt im Alter von 11 Jahren statt – so haben Jungen aus staatlichen Schulen genauso eine Chance wie Bewerber aus der ganzen Welt. Man startet in Eton entweder mit 13 Jahren oder mit 16. Keine Ausnahme. Auf jeden der 250 Pl├Ątze gibt es mehr als 5 erstklassige Bewerber.

Und da sich nicht jedes Elternhaus eine solche Schule leisten kann, gibt es eine gro├če Anzahl von Teilstipendien.

Eton macht mal wieder vor, worauf es f├╝r ein Eliteinternat ankommt – auf die Fokussierung auf die wesentliche Zielgruppe, n├Ąmlich  die zuk├╝nftigen Leistungstr├Ąger. Denn Hektar, Titel und Name reichen in Zukunft nicht mehr aus, um die Probleme der Welt zu l├Âsen. Da m├╝ssen einfach die besten ran.

 

PS: die Schuluniform bleibt die gleiche und ist von den Jungen hei├č geliebt – der Frack und der gest├Ąrkte Kragen bleibt bestehen. Auch wenn jetzt darin Jungen aus aller Welt und in allen Hautfarben stecken!

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