Wir fassen die neuesten Internate-Trends zusammen, die wir für 2026 prognostizieren. Denn wir haben das Ohr an der Schiene, wenn es um wichtige Themen für unsere Schülerinnen und Schüler geht.
Was kommt 2026?
1. Die Spitzeninternate in England können ihre Position ausbauen
Wenn es um das IB geht, stellen die englischen Internate eine Sonderklasse dar. Die Internate wissen einfach, wie sie - nach einem rigorosen Selektionsprozess - ihre Schützlinge optimal auf die Prüfungen vorbereiten, damit am Ende das ersehnte Traumergebnis steht. Das wird bleiben und sich sogar verstärken. Denn diese Internate verfügen über die Kompetenz und Mittel, um Lehrer optimal zu schulen, die Unterrichtsmöglichkeiten auszubauen und die Kurse klein zu halten.
Wir wissen, welche Internate dazugehören und wie man es schafft, dort aufgenommen zu werden. Dann ist es auf jeden Fall die richtige Wahl, wenn man 2 Jahre in England bleibt und seinen Abschluss machen möchte!
2. Schüler:innen schauen nicht mehr nur nach England
Auch wenn England für Eltern und Bewerber:innen auf den ersten Blick sehr attraktiv erscheint, gibt es viele Gründe, Alternativen zu wählen.
Mit der flächendeckenden Einführung von G9 in den meisten deutschen Bundesländern bestehen viele deutsche Schulen bei den Rückkehrern auf eine Fächeranzahl, die nur wenige englische Internate bieten können. Da sind englischsprachige Internate in Europa, den USA und Kanada klar im Vorteil. Und einige wenige Internate in England, die sich auf diese Fragestellung einstellen.
2. Vorteil Europa
Für englischsprachige Internate in Europa braucht man kein Visum, keinen Guardian und keine separate Krankenversicherung - das entlastet das Budget signifikant! Vom akademischen Standard brauchen sich unsere Partnerschulen in Europa nicht zu verstecken.
4. Internatsbetreuung auch für die kleinen Ferien
In den USA und Kanada ist das schon lange üblich, dort werden in vielen Internaten während der kleineren Ferien Ausflüge und Reisen organisiert. Die sind nicht preiswert, erlauben aber, Land und Leute kennenzulernen. Egal ob Grand Canyon, Skifahren in den Rocky Mountains, New York erkunden oder am Strand von Bermuda zu chillen – man muss nicht zurück nach Hause, baut weiter sein Englisch aus und hat definitiv mehr von der Zeit im Ausland.
In England denken die ersten Internate über ähnliche Angebote nach. Vielleicht nicht ganz so fancy (ein Tee bei King Charles wird nicht möglich sein), aber immerhin mit viel Sport, Erholungsmöglichkeiten und Ausflügen in die Umgebung.
Was geht 2026?
1. Das obligate Leave-Out-Weekend bzw. das Exeat in England
Als Eltern kennt man den Stress, wenn man gefühlt sofort nach Schulbeginn ein freies Wochenende für das Kind in England organisieren muss, weil das Internat für ein ganzes Wochenende schließt. Es hat uns schon mit unseren Kindern an den Rand des Machbaren gebracht.
Die meisten Internate sind inzwischen flexibler - man kann in der Schule bleiben, ein Boarding House bleibt offen, alle “ziehen” da für das Wochenende ein. Gemeinsame Aktionen, Sport und Ausflüge sind möglich. Oder einfach mal gar nichts tun.
Nur noch wenige Internate zeigen sich uneinsichtig. Wir prognostizieren, dass es am Ende des Jahres nur noch eine verschwindend kleine Zahl sein und der Begriff “Exeat” daher bald der Vergangenheit angehören wird.
2. Der Abschluss im Ausland verliert an Attraktivität
Viele Jahre lang fanden Eltern und Schüler:innen einen Schulabschluss im Ausland sehr attraktiv. Jetzt besinnen sich viele Jugendliche auf die Stärken des Abiturs und kommen nach dem Jahr wieder zurück in ihre alte Schule oder suchen eine neue Schule in ihrer Heimat.
Das bietet mehr Freiheitsgrade bei der Auswahl des Internats, egal ob Zielland, akademischer Anspruch oder Sport-Spezialität. Richtig geplant ist der Auslandsaufenthalt ein echter Booster für das Abitur!
3. Nicht jedes Internat wird überleben
Wir schauen der Realität ins Gesicht - nicht jedes Internat wird in den heutigen schwierigen Zeiten überleben. Eltern schauen immer mehr auf ihr Budget, die Kosten steigen für einige Internate überproportional. Einige Internate transformieren zu Day Schools only.
Wir sind uns total bewusst, wie wichtig es ist, dass unsere Partnerschulen finanziell gesund dastehen. Wir schauen genau auf Zahlen und Bilanzen und sind informiert, wo die Schulsubstanz solide ist und wo sie weniger gut ist.
Wichtig ist uns auch, dass ein Internat ein Internat sein sollte. Also eine entsprechend große Anzahl von Mitschülern, die ebenfalls Internatsschüler sind.
Was bleibt 2026?
1. Unsere besten Internate sind innovativ
Viele unserer Partnerinternate weltweit bleiben an der Spitze der Schulentwicklung. Sie wissen, dass sich Lernanforderungen gerade durch die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz rasant ändern. Diese Schulen ändern sich mit und eröffnen ganz neue Möglichkeiten im Unterricht., damit man von der KI nicht überrollt wird.
2. Sport ist wichtig
Wenn wir unsere Bewerberinnen und Bewerber fragen, was ihnen in ihrem Trauminternat am wichtigsten ist, dann ist das meistens der Sport. Sport, gerade Mannschaftssport, ist in den Internaten in England, den USA und Kanada immer ein großes Thema. Die meisten Internate investieren jährlich in Sportmöglichkeiten, tolle Sportplätze und Fitnessstudios.
3. Fußball bleibt beliebt - für Jungen und Mädchen
Fußball ist einer der beliebtesten Sportarten für unsere Bewerberinnen und Bewerber. Angeboten wird das in allen Internaten, zunehmend mehr auch auf einem sehr guten Niveau für Mädchen. Viele Internate bieten inzwischen sogenannte “Football Academies” an, also Trainings- und Turniermöglichkeiten ganzjährig und einige Internate sogar bis auf professionelles Niveau.
Fotos; © Haileybury, Malvern College